www.ein-stueck-des-weges.de Birgit Fiedler
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Spiritualität wird häufig angesehen als das "Gute" oder "Bessere", als das reine "Göttliche". Und den Alltag nehmen wir als "Wirklichkeit". Sind das wirklich zwei Gegensätze? Besteht eine Trennung zwischen beiden?

 

Es ist das 4. Hermetische Prinzip: Das Prinzip der Polarität.

Hermes Trismegistos wurden die hermetischen Prinzipien gelehrt und so hat er sie für uns weitergegeben. Sie beschreiben die Matrix, die Struktur, die Funktionsweise des Lebens.

 

Wir schauen uns das näher an.

 

 

Dualität, Polarität

Die Dualität ist Teil unseres Lebens und hat viele Gesichter.

 

Schwarz ~ weiß, gut ~ schlecht, Hass ~ Liebe, Vertrauen ~ Angst, Yin ~ Yang, oben ~ unten, männlich ~ weiblich ... Es scheinen Gegensätze zu sein, doch alles sind nur zwei identische Pole mit unterschiedlicher Intensität.

 

Im Alltag gibt es Dinge, Situationen, die richtig weh tun. Es gibt Krieg, das ist böse. Es gibt Verlust, das ist schlecht. Es gibt Krankheit, das ist unfair.

 

In der Spiritualität gibt es Liebe (oder die absolute Klarheit, reines Bewusstsein).

 

Wie also soll das nun zusammen passen? Was ist richtig? Soll ich nun den Krieg lieben? Meinen Schmerz toll finden? Krankheit bejubeln? Nein. Nein! Das wäre Unterdrückung der eigenen Empfindung und diese gilt es als erstes selbst-wahrhaftig wahrzunehmen, zu fühlen.

(Genau an dieser Stelle entsteht das Gesetz des Göttlichen Paradoxon, doch das ist ein nächstes Thema. Hier und jetzt sind wir Mensch. Wir leben, wir fühlen und so möge es sein!)

 

Ich darf mich traurig fühlen, ich darf Schmerz empfinden, ich darf mir der Dinge bewusst sein, die jetzt da sind und diese ehrlich für mich fühlen.

 

Während ich diese Dinge fühle und ich einen Moment mit ihnen inne halte und sie fühle, schiebt sich der Regler in die Mitte, in die Balance. Dann komme ich an einen Punkt, an dem ich denke: so, das finde ich jetzt ... wie gehe ich nun damit um? Kann ich es ändern? Will ich es ändern? Akzeptiere ich es? Will ich genauso in die selbe Arena ziehen, die mir dieses Gefühl offenbart? Oder drehe ich mich um und gehe meinen eigenen Weg? Ohne Arena? In Liebe? Für mich und meine Gefühle?

 

Wir alle sind frei in der eigenen Entscheidung, welchen Weg jeder Enzelne wählt. Du wählst deinen Weg mitsamt der Konsequenz und ich meinen.

 

Spiritualität bedeutet NICHT, die weltliche Existenz zu verleugnen. Beides ist Eins. Es ist eine Brücke, die in Verbindung mit dem eigenen Bewusstsein nachhaltig aus dem Kampf, dem Leid herausführt - wenn man es selbst so will!

 

Den Alltag leben ohne Spiritualität ist nicht möglich. Es ist nur eine Frage des Bewusstseins. Spirit = Geist und jedeR hat aktiven Geist.

 

Dualität bedeutet: das eine UND das andere!

Und nicht (!!!): das eine ODER das andere!

Beides ist eines, beides ist verschmolzen und dennoch für sich selbst gültig!

 

Zeit und Ewigkeit, Grenzen und Freiheit

 

Spiritualität kennt keine Zeit und keine Dauer. Dort gibt es nur die
Ewigkeit, das Alles-was-ist, alles ist Eins.

 

Hier im Alltag gibt es die Begrenzung und Nicht-Freisein. Wir Menschen haben Zeit für eine Entwicklung, um ganzheitlich zu leben und einfach das Beste in allem zu erkennen und zu leben. Doch auch hier ist diese Entwicklung frei, offen, individuell, je nach eigener Entscheidung. Eine Entwicklung oder Veränderung kann schnell geschehen, sofort sein oder es kann langsamer gehen, etwas dauern. Manches dauert mehrere Leben und dann, mit nur einem winzigen Impuls, ist alles anders.

 

Hier im Alltag gibt es noch Fremd-Sein, es gibt Verurteilung. Das gibt es in der reinen Spiritualität nicht mehr. Solange wir hier auf Erden als Mensch leben, wird uns der weltliche Alltag begleiten. Ob Frieden oder Krieg ~ wenn wir keine weltliche Macht besitzen, so bleibt doch die geistige Eigenmacht, mit der wir selbst zum Frieden in uns selbst und in unserer eigenen Welt beitragen können und dürfen. 

 

Unsere Raum-Zeit ist wie eine Schwingungsleiter, es ist ein Übergang, jeder Mensch befindet sich auf seiner persönlichen Entwicklungsebene, an seinem persönlichen Punkt. Das Prinzip der Schöpfung, das ganzheitliche Leben vereint alles, während wir uns selbst im Alltag noch trennen.

 

Trennen bedeutet übrigens nicht, sich lösen - das ist ja durchaus ratsam - sondern ablehnen. Das ist ganz wichtig zu verstehen!

 

Eine Veränderung zum "Guten" hin ist immer eine Veränderung der eigenen Sichtweise. Es ist nichts weiter als eine Öffnung dafür, das "Schlechte" mit Liebe zu betrachten. Liebe ist eine hohe Schwingung, die verbindet. Sie ist ein Licht, welches das Dunkel erhellt. Entweder will man das eingehen oder nicht.

Dieses ist immer eine eigene Entscheidung, die auch bedeutet, das Leben und sich selbst lieben. Immer wieder den eigenen Frieden finden. Die Stürme des Lebens dafür benutzen, sie zu meistern, authentisch und ganzheitlich zu wachsen und dann wieder die Sonnenseite genießen. Was dann passiert ist, dass die Schatten des Lebens ihren Schrecken verlieren.

 

Wenn wir schon hier sind ... für mich persönlich gibt es nichts, was wichtiger sein könnte: mein Leben leben, fühlen, genießen ~ ist das denn erlaubt? Ist das nicht ungerecht den Leidenden gegenüber? Darf ich das leben? Ganz gleich, ob für mich selbst, für die Kinder, für die Famillie, für die Gequälten, für die Ungerechtigkeit.

 

Die Kriege, das Leid, den Schmerz allgemein kann ich alleine und adhoc nicht ändern. Aber soviel ist ganz klar: ich wähle augenblicklich, ob ich mich selbst quäle, selbst leide oder ob ich kämpfe. Es fängt bei mir selbst an. Es fängt mit mir selbst an. In welchen Pool steige ich ein, welcher Seite gebe ich meine Stimme, meine Persönlichkeit, meine Kraft, meine Aufmerksamkeit?

 

Spiritualität ist Freiheit. Es ist die unendliche Menge von Klarheit und Möglichkeiten. Mit ihr können wir Frieden zu schaffen, Freiheit und Freude schaffen. Mit ihr können wir auch kämpfen, leiden, uns rächen und damit genau das geben, was wir selbst doch gar nicht mehr haben wollen. Spiritualität lässt die freie Wahl. (Hier entsteht das Gesetz von Ursache und Wirkung. Karma entsteht und löst sich auf, je nach dem.)

 

Der Alltag zeigt auf, für was wir uns als EinzelneR und als EinzelneR innerhalb einer Gemeinschaft (beides zählt, das muss gesagt sein) entschieden haben. Es ist die Manifestation unseres Denkens, die Manifestation der Nutzung des eigenen Geistes. Wer sich über andere beklagt, darf es besser machen. Wann ist es denn wirklich besser? Wenn ich weltlich stärker bin und mir karmisch den nächsten Lebens-Kampf vorprogrammiere oder ob ich etwas weiter schaue und mir überlege, was ich selbst haben will.  Kampf oder Frieden? Beides hat seinen Preis. Beides trägt die selbe Konsequenz in sich.

 

Ich persönlich finde es nicht immer einfach so mitten im Alltag und es ist mir selbst nicht immer möglich, die bedingungslose Liebe zu leben. Schade, ich wäre so gerne ganzheitlich perfekt. Ich bin perfekt unperfekt, wie jedeR von uns, wir sind hier im Alltag menschlich. Ich bin ich und dieses Gefühl anzunehmen ist wunderbar, es ist eine Einheit von spiritueller und weltlicher Persönlichkeit.  Das gibt einen starken inneren Halt. Anpassung hin oder her, jeder wählt, wie er/sie das lebt, auch wenn wir es nicht immer verstehen. Die Frage ist: wo und wann hören wir auf, selbst nach Liebe und Frieden zu streben? Meistens dann, wenn wir nicht mehr geben wollen und erwarten, es nun von jemand anders zu bekommen. Wenn wir und dem Zugang unserer Möglichkeiten verschlossen haben. Ja, wir kommen an unsere menschlichen Grenzen. Und genau dann stellt sich die Frage: wie mache ich jetzt weiter?

 

Ich habe mich entschieden. Ich will mein Leben lieben und genießen und ich will es bereichern. Un - be - dingt. Ich kämpfe nicht mehr. Ich vertraue. Manchmal wehre ich mich. Manchmal bin ich wütend und ich weiß, das ist erstens unfair und zweitens nichts weiter ist als eine meiner Sichtweisen, die mir selbst nicht so gut bekommt.

 

Wie schön, ich habe verstanden!

 

Willkommen in der Dualität.

 

 

 

 

 

 

 

Ganzheitlich ICH!

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